Design Unterrichten

Gepostet am 02.10.2016 von Maureen Belaski Letzte Aktivität: 03.10.2016

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Wie binden Sie die Tools ein im Design-Unterricht? Sind sie Primär oder Sekundär? Wie tief soll man hineingehen?

Kommentare (2)

Wolfgang Schlicht

Gepostet am 03.10.2016 13:32:59 - Direktlink

​Wir an der Realschule (Bayern - Sekundarstufe) haben leider ein sehr begrenztes Zeitbudget, so dass sich die Frage der Tiefe meist nicht stellt und wir nur die Basics vermitteln können. Der Lehrplan erlaubt uns mit Photoshop, Illustrator und Dreamweaver zu arbeiten. In der verpflichtenden Projektpräsentation könnten wir noch Videoschnitt dazu nehmen. Aber die Zeit ist das größte Problem. Wir haben deshalb an der Schule ein Wahlfach Medienkunst eingerichtet, damit wir den Schülerinteressen gerecht werden und ein bisschen in die Tiefe kommen :-).

Jürgen Liefke

Gepostet am 03.10.2016 08:05:24 - Direktlink

Design in der Schule ist für mich primär Textdesign, weil davon alle Lerngruppen betroffen sind. ES wird leider oft (auch vion Kollegen verwechselt mit Design von Magazinen, die in der Schule nichts verloren haben.

​Alle Schüler erkennen aber sehr schnell am Layout von Arbeitsblättern, wie sehr sich ein Lehrer/eine Lehrerin Gedanken um den Lernfortschritt der anvertrauten Schüler macht. Sie wissen, egal, in welcher Altersstufe oder Fach, dass der Lehrer sich immer mit der Arbeit in der Klasse vorher auseinandersetzt hat und dass ihm/ihr die Kinder nicht egal sind.

Das Wahrnehmen diese Form von Wertschätzung ist für sie angenehm und trägt sehr zu einer entspannteren Atmodsphäre im Unterricht bei.

08/15 Arbeitsblätter vom Kopierer, die man zum Teil aufgrund der schlechten Qualität nicht lesen kann, weil zum Teil aus Kostengründen aus einem DinA 4 Blatt vier Teilblätter erzeugt werden, die eine Schriftgöße von ca. 5 - 6 haben, werden von ihnen oft als Zumutung empfunden, sind aber Alltag in der Schule.

Die Regelhaftigkeit von Phänomen im Sprachunterricht zum Beispiel wird mit Farben sehr gut unterstützt. Schwarz-Weiß Kopien zu Grammatikbereichen, sind daher oft wenig wirksam und werden oft auch gar nicht erst verwendet.

Vielfach sagen Kollegen, dass ihnen die Zeit fehle. Wenn man ihnen vorführt, wie zeitsparend die Arbeit mit InDesign ist, sind sie sehr erstaunt. Das liegt daran, dass in deutschen Schulen nur "Mainstream-Software" von Micrsosoft zum Einsatz kommt, und in der Regel Kollegen verschreckt reagieren, wenn man ihnen sagt, schau Dich doch mal um. Das ist Schade, leider aber Alltag.